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Wir bauen gern Quatschsaetze mit den Namen
der Kinder und ihrer Freunde (das entsprechende Kind
ist dann jeweils schon motiviert!). Unser bestes
Beispiel: Manchmal mag Michi mit Matthew Montags morgens
matschige Mango-Marmelade.
Man braucht nur einen Namen und Verben (Lisa liest,
Anna albert) und kann dann einfach weiter anbauen
(Lisa liest lustige Lieder/ liebt leckere Lollis) etc.
So ab 4 J.
Sprueche
Momentan sind unsere Kinder total scharf auf den Spruch
"Wer es hat zuerst gerochen, dem ist's aus der Hos'
gekrochen" (wozu mein lieber
Mann bereitwilligst die amerikanische Version "He who
smelled it dealt it" geliefert hat!!!). Ansonsten lachen
sie sich auch noch tot (und merken sich ziemlich gut...)
"Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen" (wenn wir Chili
con Carne essen!) und das erzieherisch wertvolle "Petzer,
Petzer ging zum Laden, wollt für'n Sechser Käse haben.
Sechserkäse gab es nicht. Petzer, Petzer ärgert sich.
Ärgert sich die ganze Nacht - hat vor Wut in's Bett
gemacht!" (unsere Kinder petzen nämlich leider ziemlich
viel, da fiel mir nichts Bessereres zu ein als dieser
alte Spruch aus meiner Kinderzeit).
Buchstabieren: Hier eignet sich der gute alte
Galgen (auf Englisch: Hangman). Dazu denkt man sich
ein Wort aus (je nach Kenntnisstand des Kindes) und
malt fuer jeden Buchstaben ein leeres Kaestchen auf
ein Stueck Papier (geht natuerlich auch mit Pflasterkreide
draussen!) Dann muss das Kind Buchstaben fuer das Wort
vorschlagen. Kommt der Buchstabe tatsaechlich vor, schreibt
man ihn in das (die) entsprechende(n) Kaestchen. Kommt
er *nicht* vor, wird am Galgen gebaut. (Zuerst der Pfeiler,
dann der Querbalken, dann ein Stuetzbalken, dann ein
Seil, dann die Schlinge, und dann - verloren!)
Fuer dieses Spiel braucht man mindestens 2 Mitspieler,
kann aber auch in einer kleinen Gruppe reihum abwechseln
oder in einer groesseren Gruppe in Teams (Tschuldigung,
MANNSCHAFTEN - es schleicht sich doch immer wieder
ein ;-)) spielen.
Es macht wirklich Spass und man kann dieses Spiel den
Deutsch- kenntnissen der Spieler stufenlos anpassen!
Anna hat es immer gern mit mir gespielt - ich glaube,
es kam bei der df im Fernlehrgang fuer die 2. Klasse
vor, wo es dann mit den geuebten Diktaten anfaengt (da
war sie 7 bzw. 8) - ich muss es direkt mit den
juengeren Kindern 'mal ausprobieren!
Ausserdem gibt's vom Carlsen-Verlag (Hrsg der Pixi-Buecher)
ein neues Programm "Lernen macht Spass" - Einiges davon
im Taschenformat - kennt das schon jemand?
Akzent:
Unsere Kinder sprechen alle ein sehr ausgepraegt amerikanisches
gerolltes "oRR" und es ihnen normalerweise
nicht moeglich, dies als deutsche Rachen-"ehR" auszusprechen.
Ist ja eigentlich auch egal, aber da sie jetzt schon
etwas besser lesen koennen, faellt es doch auf.
Jetzt habe ich ihnen ein paar Breitmaulfroschwitze erzaehlt
(kennt Ihr die?) und sage nun manchmal: "Mach doch 'mal
ein Breitmaul!" oder "Wie wuerde der Breitmaulfrosch
sagen?" Das bringt sehr viel, denn wenn man "Br" sagt
wird der Mund so breitgezogen, dass man das R schlecht
rollen kann und sie bekommen ein Gefuehl fuer den Klang
und das Gefuehl des deutschen R. Genauso ist es mit
dem (ebenfalls schwierigen) Ü: Man muss die Gesichtsmuskeln
betonen wie der Breitmaulfrosch in "Konfitüüüre".
Unsere Lisa (6 1/2) findet es besonders witzig und hat
damit ihre Aussprache wirklich verbessert; Anna (11)
findet momentan sowieso Vieles doof ;-)
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