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Starttermin: 21.02.2002
Heidi 2002:
Johanna Spyris Klassiker nach der Jahrtausendwende:
in Markus Imbodens "Heidi" zählt nicht nur die Idylle
der Schweizer Berge, sondern ein kleines Mädchen mit
blaugefärbten Haaren allein in Berlin zu den Schlüsselszenen
des Filmes. "Heidi" wurde, ohne die Basis der Romanvorlage
aus den Augen zu verlieren, in die Welt von heute übertragen,
was tiefgreifende Veränderungen mit sich brachte: Heidi
ist nicht mehr das naive Mädel von der Alm, sondern
ein wortgewandter Teenager, fähig, ihrem mürrischen
Großvater rhetorisch Paroli zu bieten. Tante Dete arbeitet
als erfolgreiche Stylistin in der aufstrebenden Metropole
Berlin und ihre Tochter Clara, weder brav und glattgekämmt
noch im Rollstuhl, dafür zickig und frech, ist zu einhundert
Prozent Bewohnerin der Großstadt.
Aus dem Geißenpeter wurde der Ingenieurssohn Peter Geissler,
der nicht mit Ziegen, sondern mit dem Mountainbike unterwegs
ist und nichts mehr liebt als Baseball und E-Mails.
Geblieben ist unter anderem die Figur des kauzigen "Alpöhi",
der allein in seiner Hütte lebt. Und geblieben ist der
Mythos um Heidi: ein Mädchen, das den Menschen, die
es trifft, hilft, menschlicher zu werden.
Inhalt:
Heidis Mutter Adelheid bewirtschaftet eine kleine Pension
in den idyllischen Schweizer Bergen. Nach dem Tod ihres
Mannes beim Bergsteigen lebt sie mit ihrer Tochter allein.
Eines Tages lernt Heidi Peter Geissler, den Sohn eines
Ingenieurs aus Boston, kennen. Für den ist das Dorf
ein Kaff und Heidi das dazugehörige Dorftrampel.
Mit seinem Baseball wirft er eine Scheibe ein, reißt
aus- und Heidi bleibt allein zurück, wird gesehen und
soll die Scheibe zahlen. In der Schule stellt sie Peter
zur Rede, doch der winkt nur ab.
Erst als Heidi ihm Traktor fahrend ein Wettrennen liefert,
beginnt sich eine Freundschaft zwischen beiden zu entwickeln.
Peter zeigt Heidi, wie man E-Mails schreibt. Darüber
vergisst Heidi die Zeit und kommt zu spät nach Hause.
Ein Gewitter hat eingesetzt und als Heidis Mutter auf
den Dachboden geht um alle Fenster zu schließen, schlägt
plötzlich ein Blitz ein. Heidi findet ihre Mutter tot
unter dem eingestürzten Dachstuhl. In dieser Nacht nimmt
Peter Heidi mit zu sich nach Hause.
Einige Tage später kommt Heidis Tante Dete ins Dorf.
Sie arbeitet als erfolgreiche Stylistin in Berlin und
will ihre Nichte zu sich holen. Vorerst jedoch verfrachtet
sie Heidi zu deren mürrischem Großvater.
Der "Alpöhi" wohnt allein mit zwei Ziegen oberhalb des
Dorfes in einer Hütte und hat nicht vor, diese mit seiner
Enkelin zu teilen. Alle Bemühungen von Heidi, sich mit
ihrem Großvater zu verstehen, weist dieser rigoros kalt
zurück. Doch dann rettet Heidi eine der beiden Ziegen,
die bei einem Unwetter abgestürzt ist. Diese Tat verändert
das Verhältnis von Großvater und Enkelin schlagartig.
Sie verbringen glückliche Tage auf der Alm und der Großvater
hilft Heidi, über den tragischen Tod ihrer Mutter hinweg
zu kommen.
Ein Brief aus Berlin beendet die Idylle abrupt: Dete
wird Heidi nun endgültig zu sich holen. Der Großvater
will Heidi nicht gehen lassen und Heidi möchte bei ihm
bleiben, doch vergebens.
In Berlin lernt Heidi Detes Tochter Clara kennen. Diese,
im bauchfreien Top, gestylt und zickig, macht ihrer
Cousine schon bei der Begrüßung klar, dass das Landei
Heidi möglichst schnell wieder in die Berge verschwinden
soll. Clara ist einsam und befürchtet, dass ihre Mutter
das bisschen Zeit, was sie für Clara hat, nun für Heidi
verwendet. Clara färbt Heidis Haare blau und bringt,
während Heidi mit Haarhaube und Kopfhörern in Claras
Zimmer sitzt, das Bad zum Überlaufen.
Nach einigen ähnlichen Aktionen wird es Heidi zu viel:
sie reißt aus und versucht, ohne Geld zu ihrem Großvater
zurück zu kommen. Sie irrt quer durch Berlin und trifft
in einem Internet-Café auf Doris, die ihr hilft, eine
E-Mail an Peter zu schicken. Peter weiß Rat und lässt
per Internet Geld für Heidis Heimfahrt sammeln. Doch
Heidi wird von der Polizei aufgegriffen und von Dete
auf der Wache abgeholt.
Heidis Flucht imponiert Clara. Wenig später findet ein
Konzert von Claras Lieblingsgruppe "Scream" statt. Dete
verspricht Heidi, sich endlich Zeit zu nehmen und mit
Clara zu diesem Konzert zu gehen. Doch sie versetzt
ihre Tochter wieder einmal. Als Clara nach Hause kommt,
findet sie Heidis Brief: Heidi ist mit dem Zug auf dem
Weg nach Hause. Clara fährt mit dem Taxi zum Bahnhof,
verpasst aber den Zug mit Heidi um Haaresbreite.
Dete findet ihre Tochter, wie sie allein auf dem Bahnsteig
sitzt. Clara will nun zu ihrem Vater, den sie in Paris
vermutet, und endlich erfährt sie von Dete, dass diese
nur den Vornamen von Claras Vater weiß und keine Ahnung
hat, wo er lebt. Peter holt Heidi vom Zug ab. Jetzt
kann sie wieder zu ihrem Großvater, der mit Heidi ins
Dorf zieht, um die Pension der Mutter zu übernehmen.
Dete und Clara besuchen die beiden in den Ferien - und
am Ende gibt es noch ein Konzert von "Scream" ...
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