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Roman
für Jugendliche und Erwachsene
Ein ungewöhnlicher Fantasy-Roman und eine problematische
Geschichte um sexuellen Kindesmissbrauch in Einem.
Erst lange nach Tat und Prozess beginnt die Erzählung,
die nur deshalb voller Hoffnung für Melanie steckt,
weil ihr neu gewonnener Freund Philipp ihr Kraft und
Mut spendet, den die Jugendlichen gemeinsam in dem phantastischen
Gedankenland unter Beweis stellen müssen. Aber werden
die neu gewonnenen Erfahrungen reichen, um dem entlassenen
Täter entgegentreten zu können?
G.Meyer´s Taschenbuch Verlag
Vorwort der Autorin:
Die Reaktionen meines Bekanntenkreises über das Thema
dieser Geschichte waren so unterschiedlich wie das Buch
verschiedene Gefühle widerspiegelt. Meinungen, wie:
"Schweres Thema", "Warum ausgerechnet so was?" oder
verstörtes Schweigen wurden mir vermittelt; aber auch
"Mutig!" und "Bin gespannt!" Die Kritik war es aber,
die mich bekräftigte dieses Buch zu schreiben, indem
ich versucht habe die Angst vor Demütigung und Missbrauch,
vor Verlust und Gefühlen zu verdeutlichen. Es soll bewusst
machen, was es bedeutet dies am eigenen Körper miterleben
zu müssen. Und es soll wach rütteln und helfen die Angst
zu besiegen, Missbrauch und Gewalt zu sehen und richtig
zu handeln. Lange verspürte ich den Drang, die Problematik
eines sexuellen Missbrauchs zu schildern: die zwiespältigen
Gefühle des Opfers, den Ekel sich und anderen gegenüber.
Den Hass auf jeden... vor allem auf sich selbst. Aber
ich wollte auch die Hilflosigkeit einer nahe stehenden,
Trost und Kraft spendenden Person vorstellen. Hier ist
es einmal Melanie, die das Opfer verkörpern muss. Und
Philipp, der dem Mädchen die Freundschaft anbietet.
Beide sind sehr jung, beide haben bereits in ihrer Kindheit
Probleme bewältigen müssen, seien sie auch noch so unterschiedlicher
Art: Melanie wurde fast drei Jahre lang - mit acht das
erste Mal - von ihrem Vater sexuell missbraucht, die
Mutter schaute weg. Philipp war zehn Jahre als sein
Vater bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Diese
erfahrungsträchtigen Schicksale lässt die Beiden zueinander
finden. Zusammen flüchten sie an einen fremden Ort -
bauen sich eine eigene Welt in einer anderen Welt, in
der Hoffnung auf Frieden und Ruhe. Dies war der Punkt
der Geschichte, an dem ich schier verzweifelte: Nicht
darüber, dieses phantastische Land entstehen zu lassen;
vielmehr hatte ich Bedenken, ob es richtig ist, eine
ernste, traurige, erschreckende und realitätsnahe Geschichte
in den Bereich der Fantasy zu führen. Aber ich verließ
mich auf mein Gefühl im Bauch, von dem Ergebnis können
Sie sich selbst überzeugen. Diese Erzählung soll die
Augen öffnen, soll aber auch Hoffnung Denjenigen geben,
die ähnliches erlebt haben. Ich hoffe, dass Sie den
Ausflug in die blaue, phantastische Gedankenwelt genießen,
ohne die Augen vor den Problemen in unserer Welt zu
verschließen. In unseren Träumen sollten wir mit offenen
Augen gehen, um sie glücklich durchleben oder deuten
zu können. In unserer Realität müssen wir mit offenen
Augen gehen, um handeln und helfen zu können.
© Nicole Rensmann

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